Classic Formation

Heute gibt es mal etwas weniger zu uns. In den nächsten Tagen folgen dann einige Impressionen unserer letzten Flüge.

Das Highlight war mit Sicherheit der Alpenrundflug. Nächste Woche hat dann alles ein Ende, vor unserem Abschlussflug geht es jedoch noch nach Innsbruck, was sicher noch einmal ein Highlight wird.

Am Wochenende gibt es in Biel-Kappelen eine Flugshow. Als wir mit Vorbereitungen beschäftigt waren, dröhnten auf einmal Stern-Kolbenmotoren über den Flugplatz.

Die Swissair DC3 und 2 Beech 18 flogen zwei Low passes.

Hier mal ein Bild vom Low Pass und unserer Klasse mit der alten Lady.

 

Wir sind Solo

Es ist mal wieder einige Zeit vergangen und unsere VFR Flugphase geht so langsam aber sicher dem Ende entgegen. Trotzdem muss man sagen, dass wohl nun der schönste Teil kommt. Die Cross-Country Flüge zu anderen Flughäfen, teils davon auch durch die Alpen. Das ist sicherlich eines der Highlights, das andere sind die Solo Flüge, einige haben bereits die ersten Flüge absolviert, andere können sich noch darauf freuen.

Zwei Wochen sind wir noch in Grenchen, zwei Wochen wo sicher noch viel Spannendes passieren wird, die Fußball Weltmeisterschaft mal außen vor gelassen.

Die letzten Flugstunden waren geprägt von Abnormals. Wie verhält man sich, wenn der Funk ausfällt, was passiert, wenn die Fluginstrumente ausfallen oder wie ist die richtige Reaktion bei einem Motorausfall, den man hoffentlich nie erleben wird.

Viel Zeit bleibt in einem solchen fall nicht, viele Optionen hat man nicht, deswegen ist es umso wichtiger, dass das Verhalten trainiert wird. Im Flug heißt es dann nur Engine Failure, der Fluglehrer zieht das Gas auf IDLE und dann muss man reagieren. Je nachdem wie hoch man ist, hat man mehr oder weniger Zeit.

Priorisieren ist sehr wichtig. Es kann durchaus möglich sein, dass man noch Zeit hat die Emergency Checkliste zur Hand zu nehmen und diese abzuarbeiten, es kann aber auch sein, dass man bereits so Tief ist, dass man lieber die Priorität auf das Fliegen legt und ein geeignetes Feld sicher anfliegt.

In solchen Fällen greift man immer auf Procedures zurück, die man bereits kennt, man tut also so, als wäre man in einer Flugplatz Platzrunde.

Bei solchen Anflügen hat man nur einen Versuch, das Abschätzen des Anfluges ist also maßgeblich.

Ist der Fluglehrer zufrieden, fliegt er den Go Around und bringt den Flieger wieder sicher in den Steigflug, ist er nicht ganz zufrieden, leitet er natürlich auch den Go Around ein und gibt Tipps, was besser gemacht werden kann.

Im Großen und Ganzen ist es recht anspruchsvoll, aber auch spannend.

Die Stunden vergingen wie im Flug und der nächste Progress Test rückte näher.

Aufgabe war es die Strecke Grenchen-Neuenburg (Neuchâtel)-Grenchen zu fliegen. In Neuenburg erfolgte ein Touch and Go. Ein Go Around war dabei erlaubt. In Grenchen musste dann ein Approach mit 0° Flaps geflogen werden, welcher wesentlich anspruchsvoller als ein normaler Approach mit Flaps ist, da das Flugzeug ganz anders reagiert. Ein Go Around musste geflogen werden und dann die finale Landung.

Die Belohnung, ist ein gelber DIN A5 Zettel. So ähnlich wie in diversen Fernsehsendungen. Ein recall zuzusagen. Das Flugzeug darf wieder betreten werden.

Das besondere ist, dass man zum ersten Mal ganz alleine alles abarbeiten muss.

First SOLO.

Äußere Platzrunden in Grenchen, ganz allein, vier Runden.

Der erste Solo Flug ist sozusagen das VIP-Ticket am Flugplatz. Man muss es nur einlösen.

„Grenchen Tower, Grüezi, HB-SGO, parking green 3, for outer circuits, request taxi on first Solo“

Damit ist es dann auch eingelöst. Man hat sozusagen freie Bahn, man bekommt im Normalfall keine Anweisungen den Gegenanflug zu verlängern o.Ä..

Der Controller sorgt dafür, dass andere Flugzeuge Orbits fliegen, Gegenanflüge verlängern usw.

Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, was man alles in der kurzen Zeit gelernt hat. Man gibt 110% und doch genießt man den Flug. Es ist der Flug den man wohl nie vergessen wird. Sozusagen ein Meilenstein.

Am Freitag machen wir dann einen weiteren Cross Country Flight Grenchen-St. Gallen Altenrhein-Bern-Grenchen. Es gibt viel zu planen und vorzubereiten. Die Unterlagen müssen vorbereitet werden, der Flugverlauf geplant und die Anflugkarten studiert werden.

Das Highlight wird mit Sicherheit das Durchfliegen der Kontrollzone von Zürich werden. Wir sind gespannt was wir in den nächsten Tagen noch alles erleben werden.

Im übrigen sind unten mal zwei Bilder zur Platzrunde, einmal die Platzrunde, welche nach Karte geflogen werden soll und das andere mal die wirklich geflogenen Platzrunden per GPS geloggt. Da sieht man auch einmal, wie so ein extend downwind aussehen kann.