Vero Beach Woche V

Und bereits die nächste Woche Flugtraining in Florida ist vorbei. Während wir von Gonzalo hier in Florida verschont blieben, haben andere in Europa eindrücklich erfahren, wie mächtig so ein Hurrikane sein kann.
Das zeigt dann nochmals, wie anfällig wir gegenüber Wettererscheinungen sein können, das gilt insbesondere in der Luftfahrt.

Wie bereits angekündigt waren für diese Woche unsere Checkflüge angesetzt. Ursprünglich war es am Montag die Vorbereitung darauf. Also ziemlich genau das Programm was uns am Dienstag erwarten sollte.

Dienstag war dann der Checkflug, eigentlich sollten alle am Dienstag fertig werden, Mittwoch war dann als Reserve eingeplant. Der Morgen sah super aus, kaum Wind und wolkenloser Himmel, nur gegen Nachmittag sollte es etwas umschlagen.
Es zogen dann Gewitter mit ziemlich starken Regenfällen auf. Für einige Leute war also der Checkflug vorbei bevor er überhaupt begonnen hatte.
Um die Zeit zu nutzen haben wir dann nochmal Theorie zum Thema IFR fliegen bekommen, auf was man achten soll und was wichtig ist, auch die Besonderheiten in den USA wurden nochmals angesprochen.

Der zweite Teil wollte dann am Mittwoch Morgen antreten. Aber das Wetter machte auch mal wieder hier einen Strich durch die Rechnung. Nebel und im Anschluss tiefhängende Wolken. Es dauerte also eine ganze Zeit, bis das Wetter gut genug war um zu fliegen.
Man kann am Flugplatz also viel Zeit mit warten verbringen, wenn das Wetter mal nicht so ist, wie man es sich vorstellt.

Jedenfalls haben alle auf Anhieb bestanden. Da ist das Warten dann Nebensache.

Das Programm umfasste verschiedene Punkte.

Angefangen von der Flugvorbereitung, weiter über das technische Wissen zur Warrior um dann nochmal beim Briefing mit dem Fluglehrer seine Einschätzung zum Flug abzugeben.

Im Flug waren es dann Checklisten die beherrscht werden mussten.
Das Take off Profil, das sauber geflogen werden muss. Bei 55KT beginnen wir das Bugrad zu entlasten (Rotation) um danach auf 79KT im Climb out zu beschleunigen. Bewertet wurden dementsprechend auch die Abweichungen im Cruise und die Navigation.

Dann gab es einen Power Idle Approach, bei dem man ohne Motorleistung das Flugzeug landen muss. 0° Flaps, 25° Flaps und 40° Flaps waren weitere Punkte, sowie ein Go Around.

Es folgten dann noch System malfunctions und ein wenig Air Work. Sprich Stallübungen und Steep Turns. Die kannten wir aber auch schon aus Grenchen.

Alles in allem aber ein recht umfangreicher Flug, mit vielen bewerteten Punkten.
Wir haben also gezeigt, dass wir VFR in der Lage sind eigene Entscheidungen zu treffen und das Flugzeug safe zu operieren.

Das war also die Eintrittskarte für das IFR fliegen.

Erste Berührungen damit hatten wir bereits im FNPT gesammelt. Wir kennen die Procedures und wissen wie man sie fliegt.

Die ersten zwei Flüge waren simulated IFR Flüge. Mit sogenannten Foggles flogen wir nach VFR Bedingungen. Foggles sind Brillen, die einen nur einen Blick auf die Instrumente ermöglichen, im oberen Bereich sind sie undurchsichtig. Man muss also den Instrumenten vertrauen und den großen echten Horizont auf den kleinen künstlichen bringen.

Der FNPT hat hier sehr viel dazu beigetragen die Procedures sicher zu beherrschen und ohne viel zu überlegen z.B. Holdings zu fliegen. Auch Anweisungen wie „climb to 5500ft and turn left heading 280“ sind kein Hindernis gewesen.

Weiterhin gab es noch einige unusal attitude Übungen. In der Theorie haben wir gelernt, dass wir unserem Körper nicht trauen können, wenn unsere Augen nicht funktionieren.

Genau das haben wir am eigenen Leib erfahren. Augen zu machen und Kopf Runter hiess es in dem Moment. Der Fluglehrer übernahm das Steuer. Zunächst sollten wir dann die Lage weiter fliegen. Da das Flugzeug getrimmt war, war es kein Problem die Höhe zu halten, aber bereits nach kurzer Zeit leitete man einen Turn ein, da es so langsam passiert und man nichts zieht, bringt man das Flugzeug schnell in eine Lage von 30°-45° Querlage.
Das war der Punkt für den Fluglehrer einige Manöver zu fliegen. Man hat dann einen ganz anderen Eindruck. Der Körper sagt einen etwas Falsches.
Man durfte dann die Augen öffnen und musste anhand des künstlichen Horizont das Flugzeug recovern. Im ersten Moment kann man es nicht wirklich glauben, dass die Instrumente etwas anderes als der Körper sagen. Genau hier ist es wichtig in IMC Bedingungen den Instrumenten zu vertrauen.

Am Montag gibt es dann nochmal eine Session mit den Foggels. Um dann die Tage darauf erste Erfahrungen mit einem richtigen IFR Flug zu machen.
Für alle wäre es an dieser Stelle spannend eine geschlossene Wolkendecke zu haben, um dann bei dem ersten IFR Flug durch diese hindurch fliegen zu können. Wir sind also gespannt.

Das Wetter in Florida wird immer stabiler, das zeigt sich jedoch auch an den Temperaturen. Nachts gehen die Temperaturen nun auf „kalte“ 18°C zurück und auch das Wasser im Atlantik wird langsam kühler.
Nächstes Wochenende werden dann auch noch hier die Uhren umgestellt und dann ist auch abends bereits ab ca. 18:00 Uhr dunkel.

Um genau diese schönen Tage genießen zu können, haben wir uns einfach mal entschlossen das zu tun, was man in Europa wohl kaum tun kann.
Wir haben Golf gespielt, völlig planlos und ohne Erfahrung geschweige denn Handicap kann man hier einfach auf einen gut gepflegten Golfplatz gehen.
Um die weiten Distanzen zu bewältigen fuhren wir natürlich standesgemäß in Golfcarts über den Platz, eine schöne Erfahrung neben der Fliegerei und den Volleyballspielen am Strand.

Vero Beach Woche IV

Seit einem Monat befinden wir uns in Florida. Ein Monat hohe Temperaturen, oft hohe Luftfeuchtigkeit und zwischendurch einfach schlechtes Wetter um zu fliegen.

Noch letzte Woche haben wir das Wetter gelobt, wie schön es so werden kann, so hat uns alles am Montag wieder eingeholt.

Auf dem Programm standen 5h Nachtflug in zwei Sessions und zwei Solo Cross-Country Flüge mit jeweils 2:40 Blockzeit.

Das klingt nicht nach viel, aber man kann noch so toll vorbereitet sein, das Wetter ist oft dann doch der große Faktor, der alles beeinflusst.

Am Montag Vormittag gab es dann die ersten Solo Cross Country Flüge. Flugroute und Flugplätze können im Großen und Ganzen selbst gewählt werden, der Fluglehrer muss dem nur zustimmen und das Routing, das bewilligt ist, muss dann auch eingehalten werden.

In unserer Klasse ist bei einigen eine gewisse Challenge ausgebrochen. Wir sammeln Flugplätze für die Statistik. Es zählen aber nur die, die im persönlichen Logbuch erfasst wurden und nur die, die auch angeflogen wurden. Starts zählen also nicht.
Blöd, wenn man als 2er Crew einen neuen Flugplatz anfliegt und dort einen Crewchange macht.
Abgerechnet wird dann am 23.12. Im Moment gibt es auch noch einige Flugplätze in Reichweite, das wird sich aber sicher ändern.

Am Abend gab es dann die ersten Nachtflüge. Da das Wetter immer schlechter wurde, ahnten wir schon böses. Es sollten jeweils zwei Leute aus der 3er Crew pro Nacht Fliegen.
Am Abend dann Überraschend war der Himmel doch recht klar. Das METAR sagte aber SCT bewölkung (3-4/8) des Himmels bedeckt in 2800ft. Unser Minimum für Nachtflüge ist aber 3000ft.
So gab es eine Person für den Nachtflug. Es ist einfach gänzlich anders in der Nacht zu fliegen. VFR ist recht schwer möglich, da der Horizont kaum Wahrnehmbar ist. Auch das Landen ist anders als am Tag, da man die Höhe zur Piste anders einschätzt.

Letztenendes war es dann so, dass der Zeitplan sich nach hinten verschob. Freitag war als Reservetag vorgesehen. Als Dienstag dann auch das Ganze aufgrund des Wetters verschoben werden musste, wussten wir, dass es noch anstrengend werden könnte.
Auch der Mittwoch Vormittag war nicht so super, immerhin gelang es uns Nachtflüge durchzuführen. Da am späten Nachmittag eine Kaltfront durch sein sollte.

Das Rückseitenwetter zeigte sich dann von der schönsten Seite. Blauer Himmel und eine geringere Luftfeuchtigkeit.

Die Zeit musste also genutzt werden. So kam es vor, dass von den 12h max. Duty Time die wir haben dürfen 11:50h genutzt wurden. Briefing mit dem Fluglehrer u.Ä. zählt dazu. Dann gab es 3:09 Blockzeit auf dem Solo und dann wieder Briefing und im Anschluss 3:03 Nachtflug.
6:12h Flugzeit an einem Tag schlaucht dann schon irgendwann. Bei tollstem Wetter ist das aber Nebensache, solange man sich noch fit fühlt und das Fliegen genießt.

Der Letzte Flug der Woche wurde dann am Samstag Vormittag durchgeführt. Das Wochenende war zwar angeschnitten, aber genug Zeit um es genießen zu können war allemal vorhanden.

Wir beschlossen dann in Richtung Süden den Strand zu erkunden, bei Stuart ließen wir uns nieder.
Der eine Teil versuchte sich beim Surfen, was teilweise dann auch ganz gut gelang. Man muss aber dazu sagen, dass die Wellen für den Anfang doch eigentlich zu groß waren. Spaß gemacht hat es dennoch.

Wer die Blogs der einzelnen PK Klassen liesst, der kann sich vlt. an diesen Beitrag der PK 1/11 erinnern.
So haben auch wir die erste Erfahrung mit dem Feueralarm gemacht. Bei uns war es nicht der Toaster, sondern die Amerikanische Herdplatte.
Möchte man die Herdplatte beschreiben, so trifft der Begriff Stahlschlange das ganze am Besten. Sucht mal bei Google nach „Amerikanische Herdplatte“
Dieses Monster wird so dermassen heiss, dass man Wasser schneller als in jedem Wasserkocher zum kochen bringt.
Zuckergussreste von zuvor bereiteten Speisen, welche sich auf weißen Untergrund neben der Platte verstecken, werden ebenso schnell erhitzt.
Dieser Zuckerguss war also der Übeltäter, welcher unsere Ohren an die Schmerzgrenze brachte.
Wir wissen also nun, dass der Rauchmelder bei uns funktioniert. Des weiteren haben wir von der PK 1/11 gelernt, wie man sich in einem solchen Fall verhalten soll.
Die nachfolgenden PKs möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, die Herdplatte zu nutzen, falls diese mit Zuckergussresten verschmutzt sein sollte.

Den Sonntag verbringen wir dann nun mit dem Vorbereiten der letzten beiden VFR Flüge auf der Warrior. Am Montag folgt dann die Vorbereitung für den Checkflug und Dienstag dürfen wir dann mal wieder unser Wissen und Können präsentieren.

Ende der Woche sieht der Plan dann den ersten IFR Flug vor. Es wird geht also in großen Schritten in Richtung Airliner.

 

Vero Beach Woche III

Woche III ist nun bereits vorbei und einiges aus der F3 Phase haben wir bereits hinter uns gelassen.

Das Upset Recovery Training ist beendet Hier sind wir um einiges Klüger geworden, wie man im Ernstfall richtig regiert, wenn das Flugzeug eine abnormale Fluglage hat. 4 Sessions zu je 40 Minuten sind sehr schnell vorbei. Das URT zählt aber mit Sicherheit zu den schönsten Flügen.
Die Aussicht war dabei weniger das interessante. Es waren die G Kräfte und die Reaktion des Flugzeugs auf die Steuerbefehle die man macht.
Sehr interessant war der Spin. Wie schoneinmal gesagt, „if you spin you will die even worse“ stimmt nicht. In den Spin zu kommen ist aber recht „schwer“ man bringt das Flugzeug zum Strömungsabriss, dann tritt man voll in eines der Ruder und hält die Position, bis man wirklich im „schönen“ Spin ist.
Wenn man nun zunächst den Stick los lässt und somit den Angle of Attack des Flugzeugs verkleinert, dann wird aus der Marchetti eine HILTI Schlagbohrmaschine. Der Spin wird um einiges schneller und wenn man das bis zum Boden macht, dann Bohrt sich der Flieger mit voller Wucht in den Boden, wie die Bohrmaschine in die Wand.
Man nimmt also das Gas raus, tritt dann in das andere Ruder, also entgegen der Spinrichtung, wenn das Flugzeug mit der Rotation aufhört, dann bringt man die Ruder in Neutralstellung. Erst jetzt kommt „unload the stick“ das Flugzeug kommt aus dem Stall und man kann es sachte wieder auf ziehen.
Da wir jede Menge Videos davon gemacht haben, gibt es auch dazu ein Video sobald wir Zeit haben. Gopro Halterungen gab es an den Flügelspitzen, und eine Innen, die auf die Piloten oder nach aussen zeigt.

Mit der Warrior gab es dann noch einen Cross Country flight zu einem anderen Flugplatz mit Landetraining, das war nichts spektakuläres, dennoch eine super Übung um die Warrior schön landen zu können und sich an den Funk zu gewöhnen.

Gemäß unserem Programm müssen wir einen 300NM Flug machen. Das ganze VFR und mit 2 anderen Flugplätzen.
Die meisten entschieden sich für Vero Beach – Marco Island – Venice – Vero Beach. Und nein, es ist nicht das Venedig in Italien gemeint und auch nicht das Hotel Venetian in Las Vegas. Gemeint ist die Stadt in Florida südlich von Tampa.

Es war eine schöne Erfahrung über vier Stunden in einem Flugzeug zu sein. Auf diesem Flug hat man die Unterschiede zu Europa gesehen. Man bekommt von den Controller Verktoren um traffic zu umfliegen und das VFR. Man durchfliegt Lufträume, indem man einfach in Funkkontakt steht, Freigaben braucht es größtenteils nicht.

Nach über vier Stunden war man dann dennoch froh aus der Piper zu steigen.

Auf der Agenda stand dann auch noch der erste Solo Flug. Bei Flight Safety läuft es dann so ab, dass man mit dem Fluglehrer erst gemeinsam fliegt, nochmal bei 3 Landungen in der Platzrunde sein Können zeigt, es dann zum Apron zurück geht, um dann alleine zu starten.

Im Vergleich zu Grenchen haben wir schnell festgestellt, dass man ein Flugzeug recht schnell unter seine Kontrolle bekommt, sobald man die Grundlagen kann. Das Training hier ist eben nicht mehr Basic VFR, sondern auf Grenchen Aufbauend.

Die Solos selber waren dann mal wieder ein tolles Gefühl. Der 7. Flug in den USA (die 4 URT Sessions mal nicht gezählt) und rund 30 Landungen Training um dann alleine in die Platzrunde von Vero Beach entlassen zu werden.

Wir dürfen hier leider keine Touch and GOs auf unseren Solos machen. Wir machen Full Stop and Taxi back.
Das Privileg, welches wir mit dem Fluglehrer haben, dass die Tür (Die Piper hat nur rechts eine) während des Taxis offen ist, gibt es auf den Solos nicht.
Aus dem Lufttraktor wird so ruck zuck ein Toaster, aber wer fliegen will muss eben leiden.

Außerdem sollten wir uns nicht weiter darüber ärgern, dass es zu heiß ist, denn seit letzten Sonntag ist das Wetter Sunshine State konform. Sonne, rund 30° und nur einige Wolken. Seit einer Woche gab es keinen Platzregen mit Gewitter.

Um mal vom Thema Fliegen abzukommen. Mal ein paar Worte zur Wochenendplanung.

Da wir unser Programm durch bekommen haben, war das Wochenende zur freien Verfügung.

Wir haben dann beschlossen nach Orlando in den Wet’n Wild Wasserpark zu fahren. Es war zwar ok, aber dennoch nicht das Gelbe vom Ei. 46,00 USD Eintritt, 13 ,00 USD Parken und 11,00 USD für einen Spint, der gerade mal so groß war, dass man in diesen gefühlt einen Apfel platzieren konnte machten es nicht zu einen billigen Spaß. Auf den Rutschen mit Ringen o.Ä. muss man dazu noch selbst Hand anlegen.
Naja, wir haben uns selbst entschieden und wollen halt das ausprobieren, was wir zeitlich so unter bekommen.
Aus eigener Erfahrung sei hier der Wild Wadi Waterpark in Dubai oder die Yas Waterwold in Abu Dhabi empfohlen.

Die nächste Woche startet mit Solo cross-country Flügen zu anderen Flugplätzen in Florida und unseren Nachflügen, wir sind also gespannt was uns so erwarten wird.

Vero Beach Woche II

Woche zwei ist bereits vorüber und die ersten Flüge sind absolviert. Die ersten Upset Recovery Trainings gab es auch.
Nach über 3 Monaten ist es toll die Welt wieder aus einem Flugzeug zu sehen, welches mal selbst steuert.
Die Warrior, die wir nun fliegen hat nicht sehr viel mit der DA-40 gemeinsam. Das Garmin ist ähnlich. Ansonsten hat sie einen Yoke, viel mehr Stunden auf dem Zähler und ist aus Blech gefertigt.
Wenn man sie nett umschreiben möchte, dann trifft Lufttraktor das ganze sicher gut.
Ein gutmütiges Flugzeug, mit nicht überragender Performance, aber dafür recht agil zu steuern.

Die erste Session stand ganz im Zeichen des angewöhnens an den Luftraum, das Flugzeug, die ATC und mit Fliegen an sich. In den USA interessiert Fluglärm die wenigsten und so gibt es auch keine Noise Abatement Procedures.

Stallübungen, Steepturns und die ersten Landungen standen auf der Agenda.
Erstaunlicherweise hat eine Region die recht flach ist ihre Eigenheiten. Während es in der Schweiz die Alpen waren, die das Fliegen zu dem machten was es ist, so ist es in Florida die Landschaft an sich. Schöne Häuser, der Strand und das Meer.

Vom Sunshine State haben wir noch nicht so sehr viel mitbekommen, nach wie vor ziehen am Nachmittag Gewitter auf und vermiesen einen etwas die Laune. Aber wir haben ja noch 11 Wochen vor uns.

Das Upset Recovery Training ist eines der Highlights. Aufgabe ist es das Flugzeug auch dann zu kontrollieren, wenn es eine nicht normale Lage eingenommen hat.
Geflogen sind wir mit einer Marchetti 260, diese hat ein Glascockpit was uns schon gut bekannt ist.
Craig, oder „YODA“ wie er sich selbst nennt, zeigt uns dann einleuchtend was man lieber nicht machen sollte.

„Like everybody told you, if you stall, you will die, if you spin, you will die even worse“

Tolle worte zu beginn.

„But I will show you, that is not true.“

Aha und weiter?

„Just don’t pull on the stick if you stall, unload the stick and let the aircraft do what it is designed for.“

In den Übungen dürfen wir dann selbst die Erfahrung machen, was man tun sollte und was nicht.

Interessant ist der Deepstall. AF 447 hat 6 Minuten eine Lage gehabt und diese gehalten. Eindrücklich durften wir feststellen, wie es ist, sich im Stall zu befinden, die Attitude zu halten und nur mit dem Ruder (welches das Effektivste Tool beim Stall ist) das Flugzeug zu halten. Binnen rund 30 Sekunden verliert man rund 3000 fuß.
Wenn man nun den Stick loslässt, verringert man den Angle of Attack und das Flugzeug wird von alleine wieder Stabil.

Es gab einige Übungen in denen das Flugzeug stallt und wir es recovern mussten. Da die Marchetti 3 GoPro Halterungen hat, konnten wir dies schön filmen, dazu gibt es dann auch noch ein Video.

In den USA gibt es auch keine Landetaxen, wenn man Lust hat, dann fliegt man halt irgendeinen Flugplatz an, ohne Verpflichtungen zu haben.

Da es an jeder Ecke Flugplätze gibt, ist es auch nicht schwer einen zu finden.

Neben den Landeübungen, die wir auf verschiedenen Flugplätzen durchgeführt haben, haben wir auch die ersten Cross-Country Flüge absolviert.

Freitags gibt es in Fort-Myers Page Field free Hot Dogs, Cockies and Soft Drinks. Da es dazu noch an der Westküste liegt, war es für die eine Gruppe ein gutes Ziel, andere sind dann lieber zu anderen Flugplätzen an die Westküste geflogen.

Ein tolles Gefühl rund 600USD zu verbrennen, um dann nach rund 1:30h je Strecke free Hot Dogs zu essen.

Es zeigt sich also, dass die Luftfahrt in den USA doch etwas anderes ist.

So langsam finden wir uns auf der PA28 ein, können die ATC verstehen und sind wieder gut dabei.

In der Nächsten Woche stehen Solo Circuits an, dazu noch ein Cross-Country flight, sowie der 300NM (540km) Flug. Dazu soll planmäßig das URT beendet werden.

Langweilig wird es sicher nicht. Wir wünschen euch ein schönes Wochenende.

PK 1/14