Vero Beach Woche III

Woche III ist nun bereits vorbei und einiges aus der F3 Phase haben wir bereits hinter uns gelassen.

Das Upset Recovery Training ist beendet Hier sind wir um einiges Klüger geworden, wie man im Ernstfall richtig regiert, wenn das Flugzeug eine abnormale Fluglage hat. 4 Sessions zu je 40 Minuten sind sehr schnell vorbei. Das URT zählt aber mit Sicherheit zu den schönsten Flügen.
Die Aussicht war dabei weniger das interessante. Es waren die G Kräfte und die Reaktion des Flugzeugs auf die Steuerbefehle die man macht.
Sehr interessant war der Spin. Wie schoneinmal gesagt, „if you spin you will die even worse“ stimmt nicht. In den Spin zu kommen ist aber recht „schwer“ man bringt das Flugzeug zum Strömungsabriss, dann tritt man voll in eines der Ruder und hält die Position, bis man wirklich im „schönen“ Spin ist.
Wenn man nun zunächst den Stick los lässt und somit den Angle of Attack des Flugzeugs verkleinert, dann wird aus der Marchetti eine HILTI Schlagbohrmaschine. Der Spin wird um einiges schneller und wenn man das bis zum Boden macht, dann Bohrt sich der Flieger mit voller Wucht in den Boden, wie die Bohrmaschine in die Wand.
Man nimmt also das Gas raus, tritt dann in das andere Ruder, also entgegen der Spinrichtung, wenn das Flugzeug mit der Rotation aufhört, dann bringt man die Ruder in Neutralstellung. Erst jetzt kommt „unload the stick“ das Flugzeug kommt aus dem Stall und man kann es sachte wieder auf ziehen.
Da wir jede Menge Videos davon gemacht haben, gibt es auch dazu ein Video sobald wir Zeit haben. Gopro Halterungen gab es an den Flügelspitzen, und eine Innen, die auf die Piloten oder nach aussen zeigt.

Mit der Warrior gab es dann noch einen Cross Country flight zu einem anderen Flugplatz mit Landetraining, das war nichts spektakuläres, dennoch eine super Übung um die Warrior schön landen zu können und sich an den Funk zu gewöhnen.

Gemäß unserem Programm müssen wir einen 300NM Flug machen. Das ganze VFR und mit 2 anderen Flugplätzen.
Die meisten entschieden sich für Vero Beach – Marco Island – Venice – Vero Beach. Und nein, es ist nicht das Venedig in Italien gemeint und auch nicht das Hotel Venetian in Las Vegas. Gemeint ist die Stadt in Florida südlich von Tampa.

Es war eine schöne Erfahrung über vier Stunden in einem Flugzeug zu sein. Auf diesem Flug hat man die Unterschiede zu Europa gesehen. Man bekommt von den Controller Verktoren um traffic zu umfliegen und das VFR. Man durchfliegt Lufträume, indem man einfach in Funkkontakt steht, Freigaben braucht es größtenteils nicht.

Nach über vier Stunden war man dann dennoch froh aus der Piper zu steigen.

Auf der Agenda stand dann auch noch der erste Solo Flug. Bei Flight Safety läuft es dann so ab, dass man mit dem Fluglehrer erst gemeinsam fliegt, nochmal bei 3 Landungen in der Platzrunde sein Können zeigt, es dann zum Apron zurück geht, um dann alleine zu starten.

Im Vergleich zu Grenchen haben wir schnell festgestellt, dass man ein Flugzeug recht schnell unter seine Kontrolle bekommt, sobald man die Grundlagen kann. Das Training hier ist eben nicht mehr Basic VFR, sondern auf Grenchen Aufbauend.

Die Solos selber waren dann mal wieder ein tolles Gefühl. Der 7. Flug in den USA (die 4 URT Sessions mal nicht gezählt) und rund 30 Landungen Training um dann alleine in die Platzrunde von Vero Beach entlassen zu werden.

Wir dürfen hier leider keine Touch and GOs auf unseren Solos machen. Wir machen Full Stop and Taxi back.
Das Privileg, welches wir mit dem Fluglehrer haben, dass die Tür (Die Piper hat nur rechts eine) während des Taxis offen ist, gibt es auf den Solos nicht.
Aus dem Lufttraktor wird so ruck zuck ein Toaster, aber wer fliegen will muss eben leiden.

Außerdem sollten wir uns nicht weiter darüber ärgern, dass es zu heiß ist, denn seit letzten Sonntag ist das Wetter Sunshine State konform. Sonne, rund 30° und nur einige Wolken. Seit einer Woche gab es keinen Platzregen mit Gewitter.

Um mal vom Thema Fliegen abzukommen. Mal ein paar Worte zur Wochenendplanung.

Da wir unser Programm durch bekommen haben, war das Wochenende zur freien Verfügung.

Wir haben dann beschlossen nach Orlando in den Wet’n Wild Wasserpark zu fahren. Es war zwar ok, aber dennoch nicht das Gelbe vom Ei. 46,00 USD Eintritt, 13 ,00 USD Parken und 11,00 USD für einen Spint, der gerade mal so groß war, dass man in diesen gefühlt einen Apfel platzieren konnte machten es nicht zu einen billigen Spaß. Auf den Rutschen mit Ringen o.Ä. muss man dazu noch selbst Hand anlegen.
Naja, wir haben uns selbst entschieden und wollen halt das ausprobieren, was wir zeitlich so unter bekommen.
Aus eigener Erfahrung sei hier der Wild Wadi Waterpark in Dubai oder die Yas Waterwold in Abu Dhabi empfohlen.

Die nächste Woche startet mit Solo cross-country Flügen zu anderen Flugplätzen in Florida und unseren Nachflügen, wir sind also gespannt was uns so erwarten wird.