Vero Beach Woche IV

Seit einem Monat befinden wir uns in Florida. Ein Monat hohe Temperaturen, oft hohe Luftfeuchtigkeit und zwischendurch einfach schlechtes Wetter um zu fliegen.

Noch letzte Woche haben wir das Wetter gelobt, wie schön es so werden kann, so hat uns alles am Montag wieder eingeholt.

Auf dem Programm standen 5h Nachtflug in zwei Sessions und zwei Solo Cross-Country Flüge mit jeweils 2:40 Blockzeit.

Das klingt nicht nach viel, aber man kann noch so toll vorbereitet sein, das Wetter ist oft dann doch der große Faktor, der alles beeinflusst.

Am Montag Vormittag gab es dann die ersten Solo Cross Country Flüge. Flugroute und Flugplätze können im Großen und Ganzen selbst gewählt werden, der Fluglehrer muss dem nur zustimmen und das Routing, das bewilligt ist, muss dann auch eingehalten werden.

In unserer Klasse ist bei einigen eine gewisse Challenge ausgebrochen. Wir sammeln Flugplätze für die Statistik. Es zählen aber nur die, die im persönlichen Logbuch erfasst wurden und nur die, die auch angeflogen wurden. Starts zählen also nicht.
Blöd, wenn man als 2er Crew einen neuen Flugplatz anfliegt und dort einen Crewchange macht.
Abgerechnet wird dann am 23.12. Im Moment gibt es auch noch einige Flugplätze in Reichweite, das wird sich aber sicher ändern.

Am Abend gab es dann die ersten Nachtflüge. Da das Wetter immer schlechter wurde, ahnten wir schon böses. Es sollten jeweils zwei Leute aus der 3er Crew pro Nacht Fliegen.
Am Abend dann Überraschend war der Himmel doch recht klar. Das METAR sagte aber SCT bewölkung (3-4/8) des Himmels bedeckt in 2800ft. Unser Minimum für Nachtflüge ist aber 3000ft.
So gab es eine Person für den Nachtflug. Es ist einfach gänzlich anders in der Nacht zu fliegen. VFR ist recht schwer möglich, da der Horizont kaum Wahrnehmbar ist. Auch das Landen ist anders als am Tag, da man die Höhe zur Piste anders einschätzt.

Letztenendes war es dann so, dass der Zeitplan sich nach hinten verschob. Freitag war als Reservetag vorgesehen. Als Dienstag dann auch das Ganze aufgrund des Wetters verschoben werden musste, wussten wir, dass es noch anstrengend werden könnte.
Auch der Mittwoch Vormittag war nicht so super, immerhin gelang es uns Nachtflüge durchzuführen. Da am späten Nachmittag eine Kaltfront durch sein sollte.

Das Rückseitenwetter zeigte sich dann von der schönsten Seite. Blauer Himmel und eine geringere Luftfeuchtigkeit.

Die Zeit musste also genutzt werden. So kam es vor, dass von den 12h max. Duty Time die wir haben dürfen 11:50h genutzt wurden. Briefing mit dem Fluglehrer u.Ä. zählt dazu. Dann gab es 3:09 Blockzeit auf dem Solo und dann wieder Briefing und im Anschluss 3:03 Nachtflug.
6:12h Flugzeit an einem Tag schlaucht dann schon irgendwann. Bei tollstem Wetter ist das aber Nebensache, solange man sich noch fit fühlt und das Fliegen genießt.

Der Letzte Flug der Woche wurde dann am Samstag Vormittag durchgeführt. Das Wochenende war zwar angeschnitten, aber genug Zeit um es genießen zu können war allemal vorhanden.

Wir beschlossen dann in Richtung Süden den Strand zu erkunden, bei Stuart ließen wir uns nieder.
Der eine Teil versuchte sich beim Surfen, was teilweise dann auch ganz gut gelang. Man muss aber dazu sagen, dass die Wellen für den Anfang doch eigentlich zu groß waren. Spaß gemacht hat es dennoch.

Wer die Blogs der einzelnen PK Klassen liesst, der kann sich vlt. an diesen Beitrag der PK 1/11 erinnern.
So haben auch wir die erste Erfahrung mit dem Feueralarm gemacht. Bei uns war es nicht der Toaster, sondern die Amerikanische Herdplatte.
Möchte man die Herdplatte beschreiben, so trifft der Begriff Stahlschlange das ganze am Besten. Sucht mal bei Google nach „Amerikanische Herdplatte“
Dieses Monster wird so dermassen heiss, dass man Wasser schneller als in jedem Wasserkocher zum kochen bringt.
Zuckergussreste von zuvor bereiteten Speisen, welche sich auf weißen Untergrund neben der Platte verstecken, werden ebenso schnell erhitzt.
Dieser Zuckerguss war also der Übeltäter, welcher unsere Ohren an die Schmerzgrenze brachte.
Wir wissen also nun, dass der Rauchmelder bei uns funktioniert. Des weiteren haben wir von der PK 1/11 gelernt, wie man sich in einem solchen Fall verhalten soll.
Die nachfolgenden PKs möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, die Herdplatte zu nutzen, falls diese mit Zuckergussresten verschmutzt sein sollte.

Den Sonntag verbringen wir dann nun mit dem Vorbereiten der letzten beiden VFR Flüge auf der Warrior. Am Montag folgt dann die Vorbereitung für den Checkflug und Dienstag dürfen wir dann mal wieder unser Wissen und Können präsentieren.

Ende der Woche sieht der Plan dann den ersten IFR Flug vor. Es wird geht also in großen Schritten in Richtung Airliner.